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... und Psychologie

Eine entscheidende Bedeutung kommt solchen inneren Sätzen, den Einreden, in einer modernen psychologischen Richtung zu, in der sog. Transaktionsanalyse. Sie wurde Ende der fünfziger Jahre von Eric Berne in den USA entwickelt. Sie spricht von sogenannten "Einschärfungen", elterlichen Botschaften an das Kind. Die Einschärfungen schreiben das "Lebensskript" eines Kindes und beherrschen sein Leben. Alle seine Reaktionen, seine Selbsteinschätzung, seine Gefühle und Gedanken werden von solchen Skriptsätzen geprägt. Was man auch tut, es taucht einem unbewusst dieser Satz auf: "Ich schaff es nicht" oder "Sei nicht du" oder aber als Ich-satz "Ich bin ein Versager, ich tauge nichts, ich muss mich anpassen, was denken die Leute von mir". Die Transaktionsanalyse unterscheidet verschiedene Skripte, die die Grundhaltungen eines Menschen angeben. Und jedes Skript äußert sich in bestimmten Sätzen, die man sich immer wieder vorsagt.

Die Gestalttherapie und andere Therapierichtungen sprechen von "Introjekten". Sie meinen damit Sätze, die wir "unverdaut" in uns aufgenommen haben. Es können innere Antreiber, Wertvorstellungen, Beschimpfungen, Beleidigungen und Entwertungen sein. Die Introjekte sind gleichsam ein "Ableger" der Person, die uns so angesprochen hat, sie wollen unser Erleben und Verhalten steuern, ja fremd bestimmen. Insofern gleichen sie einem Hypnotiseur, der uns in Trance versetzt - ohne dass wir dies bemerken.

Parallelen in der Verhaltenstherapie sind die dort so genannten "Entwerter", Sätze, die unser Selbstwertgefühl angreifen und niedermachen.

Manche (z.B. NLP-Trainer) bezeichnen Einreden auch als "Glaubenssätze" und nennen die Auseinandersetzung damit "Glaubenssatzarbeit".

Vertreter der Ego-State-Theorie und -Therapie sprechen von Ich-Zuständen, die kritisch und tadelnd sein können.